Functional Training, wozu auch TRX-Training gehört, ist mittlerweile in aller Munde. Aber was steckt dahinter? Ist das wirklich so effektiv und sinnvoll oder wieder nur ein neuer Fitness-Trend?

Der Begriff TRX sagt dir bestimmt was, aber wofür steht das überhaupt? TRX steht für „Total (Body) Resistance eXercise“ und heißt übersetzt so viel wie „Ganzkörper-Krafttraining“.

Auf dem ersten Blick sieht das TRX recht unspektakulär aus. Ein Befestigungspunkt und zwei Schlingen. Auf dem zweiten Blick ist es aber ein gut durchdachtes Konstrukt: Durch den Karabiner kannst du die Höhe bestimmen, auf der das TRX hängen soll. Die Länge der Schlingen kannst du ebenfalls individuell auf dich einstellen. An den Enden der Schlingen befinden sich Griffe, an denen du dich festhalten kannst und in die Schlaufen darunter, kannst du deine Füße stellen. Genial oder?

Was unterscheidet das TRX-Training von herkömmlichen Krafttraining?
Beim TRX-Training geht es nicht wie bei herkömmlichen Krafttraining, nur um die Verbesserung deiner Kraft. Durch das Training mit dem TRX stärkst du auch bei Übungen für bestimmte Muskelgruppen, vielmehr als nur diese eine Muskelgruppe oder nur einen einzigen Muskel. Ganz nebenbei verbesserst du nicht nur deine Muskelkraft, sondern auch deine Koordination, dein Gleichgewicht und auch deine Flexibilität. Wenn du dich bisher mit herkömmlichem Krafttraining fit gehalten hast, kennst du bestimmt dieses Gefühl: Im Gym fühlst du dich wie Hulk, aber kaum hast du das Fitnessstudio verlassen, kommt es dir vor, als würde deine Einkaufskiste eine Tonne wiegen. Genau dieses Gefühl, kannst du mit TRX-Training aus der Welt schaffen. Wieso? Ganz einfach: Im Fitnessstudio trainierst du für gewöhnlich einen bestimmten Muskel, stimmt’s? Du machst die Beinpresse für die Beine, Curls für den Bizeps und Bankdrücken für die Brust. Mit dem TRX kannst du nicht nur die Beine, den Bizeps oder die Brust trainieren. Nehmen wir als Beispiel mal die TRX-Brustpresse (Bild links). Wie du auf dem Bild sehen kannst, erinnert das etwas an die normalen Liegestütze oder auch an das Gerät Brustpresse aus deinem Gym. Normalerweise würdest du nur die Brust belasten, bei der TRX-Brustpresse musst du zusätzlich noch darauf achten, dass dein Körper während der gesamten Ausführung immer eine gerade Linie bildet. Dazu musst neben deinen Brustmuskeln auch deine Bauch- und Rückenmuskeln anspannen. Die zweite Schwierigkeit dabei ist, dass die Schlingen sehr wackelig sind und dir somit keinen festen Widerstand bieten. Diese Instabilität gleicht dein Körper mit weiteren Muskeln aus, die du normalerweise gar nicht bei deinem Workout belasten würdest. Du trainierst neben deinem Zielmuskel also eine Reihe weiterer Muskeln, damit du am Ende nicht wie ein nasser Sack in den Schlingen hängst. Wie du siehst, ist der Bewegungsablauf viel komplexer im Vergleich zum klassischen Bankdrücken oder Bankdrücken an der Brustpresse. Dadurch, dass du mit nur einer Übung gleich mehrere Gelenke und Muskelgruppen beanspruchst, wird es dir auch im Alltag leichter fallen, aufzustehen, Kisten von A nach B zu tragen oder aufrecht zu gehen und zu sitzen.

Was ist besser: Krafttraining oder TRX-Training?
Das alles heißt aber noch lange nicht, dass du deine Karriere beim Krafttraining an den Nagel hängen musst. Du kannst dein normales Training auch super mit dem TRX-Training kombinieren. Es ist schließlich nicht alles nur schwarz oder weiß. Durch die Kombination aus beidem kannst du nicht nur deine reine Muskelkraft verbessern, sondern dir auch einen Nutzen mit in deinen Alltag nehmen.
Vor allem wenn du viel rund um den Globus reist, weißt du ja, wie schwierig es ist, immer ein geeignetes und auch bezahlbares Fitnessstudio in deiner Nähe zu finden. Dieser Suche kannst du auch mit dem TRX-Training ganz leicht entgehen. Ich habe zum Beispiel mein TRX einfach mit in den Koffer gepackt und konnte so auch im Urlaub trainieren. Du kannst es mit einem Türanker ebenso gut an der Tür befestigen oder du gehst raus in die Natur, suchst dir einen Baum oder eine Palme und befestigst es daran. Dein Training kann so jederzeit und an fast jedem Ort stattfinden. Ein weiterer Vorteil: Die Aussicht. Wer trainiert nicht gern mit Palmen, Sonne, Strand und mehr um sich herum?
Für mich ist es keine Entweder-Oder-Frage. Beides hat seine Vorteile und natürlich ist es auch von deinen persönlichen Zielen abhängig. Möchtest du nur Kraft aufbauen, dann ist das Krafttraining perfekt für dich. Möchtest du Kraft aufbauen und auch mühelos deine Einkaufskisten tragen können, probier’s mal mit der Kombination von Kraft- und TRX-Training. Wenn es dir gar nicht um den Kraftzuwachs geht und du auch keine Lust auf das Fitnessstudio hast, auch kein Problem. Schnapp dir das TRX und leg in deinen eigenen 4 Wänden oder unter Palmen mit deinem Workout los.

Vorteile des TRX-Trainings im Überblick

Du Trainierst bei jeder Übung deinen gesamten Körper.
Dadurch, dass du bei allen Übungen deinen Körper immer anspannen und die Instabilität der Schlingen ausgleichen musst, trainierst du bei allen Übungen neben dem eigentlichen Zielmuskel deinen gesamten Körper. Und falls du zu den Menschen gehörst, die das gezielte Training der Bauchmuskeln hassen, gibt es noch eine weitere gute Nachricht für dich: Reine Bauchmuskelübungen werden genau deswegen quasi überflüssig.

Du stärkst deinen Core-Bereich.
Durch das ständige Anspannen deiner Bauch- und Rückenmuskeln wird deine Körpermitte in kürzester Zeit viel stärker. Woran du das merkst? Dir fällt es nicht mehr so schwer, über längere Zeit aufrecht zu stehen oder zu sitzen und beim Krafttraining wirst du merken, wie dir Bauchübungen plötzlich leichter fallen.

Es fallen nur einmalige Anschaffungskosten an.
Wenn du in einem Fitnessstudio angemeldet bist, zahlst du monatlich dafür, dass du dort trainieren kannst. Je nach Fitnessstudio wird dein Beitrag wahrscheinlich zwischen 20€ und 70€ liegen. Möchtest du lieber zuhause Krafttraining machen, musst du erst hunderte von Euro ausgeben, bis dein Homegym mit allen notwendigen Geräten und Gewichten bei dir zuhause steht – aber wer hat schon das Geld oder den Platz dafür? Das TRX kaufst du dir und kannst direkt loslegen. Die einzige Voraussetzung dafür ist, dass du eine Tür oder eine andere Befestigungsmöglichkeit besitzt. Und auch preislich ist ein TRX deutlich günstiger als eine Ausstattung für ein komplettes Homegym. Mittlerweile gibt es auch zahlreiche und qualitativ sehr hochwertige günstigere Varianten.
Du bist unabhängig von Öffnungszeiten der Fitnessstudios.
Wenn dein Fitnessstudio nicht gerade 24 Stunden am Tag geöffnet hat, musst du deine Trainingszeit immer an die Öffnungszeit deines Studios anpassen. Das ist im Alltag aber gar nicht so einfach, wenn du im Schichtsystem oder sogar nachts arbeitest oder vielleicht Kinder hast, die du zum Fußball oder zur Musikschule fahren musst. Da musst du deinen Tag schon gut durchplanen, damit du alles unter einen Hut bekommst. Dein TRX hingegen ist an keine Zeiten gebunden. Es ist immer verfügbar und du kannst trainieren, wenn du gerade Lust und Zeit dazu hast.

Du kannst an fast allen Orten trainieren.
Egal, ob du zuhause, im Urlaub, auf Geschäftsreise oder sonst wo: Du kannst so ziemlich an jedem beliebigen Ort trainieren. Die einzige Voraussetzung ist ein Befestigungspunkt für das TRX und etwas Platz – 2m x 1,50m sollten dabei sogar schon ausreichen.

Dein Training ist kurz und effektiv.
Auch das stundenlange Training im Fitnessstudio gehört der Geschichte an. Wenn du dich beim TRX-Training richtig herausforderst, reichen schon 20-30 Minuten aus, um deine körperliche Fitness zu verbessern. Das liegt daran, dass du immer deinen gesamten Körper und nicht nur eine einzelne Muskelgruppe beanspruchst. So kannst du eine Vielzahl von Übungen und somit Zeit einsparen und hast trotzdem deinen gesamten Körper trainiert.

Du hast deine Ruhe beim Training.
Du kennst es: Es ist nachmittags und dein Fitnessstudio ist brechend voll. Da vergeht nicht nur dir manchmal die Freude auf das Training! Schon bevor du überhaupt anfangen kannst, ist es schon fast eine unlösbare Aufgabe überhaupt einen Spint für deine Sachen zu ergattern – von der Auswahl an freien Trainingsgeräten ganz zu schweigen. Für das TRX-Training musst du weder zum Fitnessstudio, dich mit überfüllten Umkleiden oder unangenehmen Gerüchen herumschlagen. Du musst sogar nicht mal das Haus verlassen. Du kannst beim Workout deine Musik voll aufdrehen und dich voll und ganz auf die Übungen fokussieren. Klingt verlockend oder?

Dein Training ist abwechslungsreich.
Während du beim Training im Fitnessstudio davon abhängig bist, welche Geräte der Eigentümer zur Verfügung stellt, bist nun dein eigener Herr. „Geht nicht, gibt’s nicht“ ist da das Motto. Du kannst jede beliebige Übung, die du zum Thema TRX findest, ausprobieren, ohne darauf zu hoffen, dass dein Fitnessstudio überhaupt die Möglichkeit dafür anbietet.

TRX ist also eine super Chance für dich, unabhängig von äußeren Faktoren wie Ort, Zeit und Ausstattung deines Fitnessstudios zu trainieren. Du stärkst nicht nur einzelne Muskelgruppen sondern übst das Zusammenspiel verschiedener Muskelgruppen. Kisten schleppen bei Umzügen oder nach dem Einkauf wird so zum Kinderspiel. Du wirst zum Hulk deines Alltags und nicht nur des Fitnessstudios.

Dir fehlt nur noch ein Plan, damit du direkt starten kannst? Dann besuche mich gerne auf meiner Website www.teamslingfitness.de. Dort kannst du dir natürlich kostenfrei einen Trainingsplan für 10 Wochen inklusive weiterer, wichtiger Informationen rund um’s Thema downloaden. Schreib mir auch gerne bei Facebook oder Instagram, ob ich dir weiterhelfen konnte.

Bis dahin,
Sarah