Hast du dich auch schon einmal gefragt, wieso du einfach noch nicht erfolgreich bist? Wieso du nicht an deinen Zielen arbeitest, wie du es eigentlich solltest? Sei es beruflich, im Sport oder in deiner Beziehung. Es ist einfach alles nicht so weit, wie du es gern hättest. Ich möchte dir diese Problematik gerne an einem Bild erklären.

Stell dir vor, die Rollen, die du in deinem Leben einnimmst, sind Hüte. Diese Hüte sammelst du im Laufe deines Lebens an. Einige behältst du länger im Schrank, andere musst du nach einer gewissen Zeit wieder abgeben.  Da gibt es zum Beispiel den Tochter-Hut, den du niemals ablegen wirst, ähnlich wie den Geschwister-Hut oder den Mutter-Hut. Verschiedene Lebensphasen fordern von dir unterschiedliche Kopfbedeckung. Meistens tragen wir auch nicht nur einen Hut zurzeit, sondern immer mehrere Hüte gleichzeitig: Tochter-Hut kombiniert mit Kollegin-Hut kombiniert mit Hobby-Musikerin-Hut. Ich glaube, du weißt, worauf ich hinaus möchte.

Es wird Zeiten in deinem Leben geben, da sind dir einige Bereiche wichtiger als andere. Vielleicht planst du gerade eine Familie oder du möchtest demnächst einen Marathon laufen und trainierst dafür mehr als sonst. Aber wie du jetzt weißt, trägst du dann eben nicht nur den Marathon-Hut, sondern auch noch viele andere Hüte und du willst allen gerecht werden, alle soll man gleich zu sehen bekommen.

Genau da liegt dein Problem. Wenn du immer versuchst, allen Bereichen gerecht zu werden, wirst du dich niemals auf einen Bereich fokussieren können. Frage dich selbst: Mit welchem Hut möchte ich gerade gesehen werden? Was ist mir besonders wichtig? Welchen Bereich meines Lebens möchte ich gerade stärken und welcher kann vielleicht etwas ruhen?

Ich habe oft das Gefühl, gerade Frauen sehen sich in so vielen Rollen gleichzeitig, dass sie die Rolle, in der sie sich um ihre eigenen Ziele kümmern, hinten anstellen.  Ich persönlich trage aktuell auch viele Hüte: den Fernbeziehungs-Hut, den Sportlerin-Hut, den TochterSchwesterTante-Hut, den Bloggerin-Hut, den Was-wird-aus-mir-mal-werden-Hut, den Masterarbeits-Hut. Tatsächlich habe ich mich in letzter Zeit viel mit dem Blog beschäftigt und meine Energie sehr darauf fokussiert. Der Bloggerin-Hut war einfach größer als die anderen. So habe ich meine Kollektion einmal abgenommen und betrachtet: Was hat gerade für mich Priorität? Wo MUSS ich aktuell drauf fokussiert sein, was benötigt meine Energie mehr als andere Bereiche? Und zack: Der Masterarbeits-Hut sitzt jetzt ganz oben auf meinem Kopf. Schön für alle zu sehen und vor allem für mich selbst zu sehen! Ich musste meine Prioritäten einmal neu ordnen und manchmal wird einer der anderen Bereiche dafür zurück stecken müssen, aber es geht hier um eine zeitlich begrenzte Angelegenheit. Und tatsächlich merke ich einen Unterschied. Ich stresse mich selbst viel weniger, wenn ich meinen Fokus auf eine Aufgabe lege.

Nun stell dir einmal die Frage: Welche Rollen nehme ich aktuell eigentlich ein? Sei so ehrlich zu dir selber und beantworte dir die Frage, ob du gerade überhaupt einen Fokus hast. Ob du dich gerade wirklich auf das Richtige fokussierst. Wenn es dabei um (d)eine Karriere geht, dann bitte: Nimm den Hut und trage ihn mit Stolz. Investiere einige Zeit und trage ihn ganz oben auf deinem Kopf. Je weniger Hüte du gleichzeitig trägst, desto leichter wird es dir fallen, deinen Kopf aufrecht zu halten. Vielleicht bekommt der ein oder andere Hut dann auch plötzlich eine Verzierung. Aber eins kann ich dir mit Sicherheit sagen: Du wirst schneller voran kommen, wenn dein Fokus klar gelegt ist und du weißt, für welches Ziel du gerade arbeitest.