Heute wäre eigentlich der Tag, an dem ich eine neue Podcast-Folge veröffentliche. Stattdessen liest du gerade diese Worte anstatt meine Stimme und das Intro vom Podcast zu hören. Wieso ist das so, wirst du dich vermutlich fragen oder auch nicht, weil du ganz vergessen hast, dass es heute wieder soweit wäre. Ich sag dir wieso: Mir kam das Leben dazwischen.

Wie du weißt, schreibe ich gerade meine Masterarbeit. Wenn du mir auf Instagram folgst, weißt du auch, dass es nicht mal mehr ein Monat bis zu meinem Abgabetermin ist. Man mag es kaum glauben, aber es gibt dann auch noch andere Dinge, die mich neben dem Blog und der Masterarbeit in Aktion halten. Seien es Termine, mein Nebenjob, meine Freunde, Aufgaben im Haushalt oder einfach die Reisen & Events, die ich schon lange geplant habe.

Wenn du dich einmal mit den 4-Menschentypen von Tobias Beck beschäftigt hast, dann wirst du verstehen, was ich meine, wenn ich sage: Ich bin eine Eule. Nicht an erster Stelle aber nichtsdestotrotz bin ich gut in Zeitmanagement und darin, alle meine To Do’s auch zu erledigen, wenn es Zeit dafür ist. Da ich meine Blogbeiträge jede Woche neu schreibe, ist es nicht so, dass ich einfach einen bereits geschriebenen Beitrag raushauen kann, vor allem nicht, wenn es um die Interviews geht. Jetzt kann ich mich natürlich hinsetzen und sagen: OMG, ich hatte soo unglaublich viel zu tun. 24/7 Hustle, you know?! Aber das ist nicht meine Art. Ich möchte da ganz ehrlich zu dir sein: Ich hatte da diesen Monat einfach keinen Bock drauf. Ich habe die Zeit, die ich dann doch über hatte, in mich selbst investiert, in Sport oder auch einfach in Netflix (to be honest).

Und weißt du was? Ich fühle mich gut damit. Klar, es wäre mir lieber wenn der Blog stetig wächst und ich jeden Monat extrem viel Zeit & Arbeit investieren kann, damit Du am Ende des Monats den Input bekommen hast, den ich mir für dich wünsche. Aber genau so ist es mir wichtig mit meiner Energie richtig umzugehen und zu wissen, es ist okay, wenn ich im Urlaub nicht arbeite sondern einfach den Moment genieße und Spaß mit anderen Leuten habe. Es nimmt mir niemand übel, wenn ich etwas mal nicht schaffe. Warum sollte ich dir etwas halbherzig präsentieren, wenn es einfach gerade andere Prioritäten gibt? Ich glaube, wir orientieren uns viel zu sehr daran, was andere tun, was man tun sollte und was vielleicht besser wäre oder dich weiter voranbringen würde. Aber am Ende des Tages geht es aber darum, auch ein Leben zu führen und Momente bewusst wahrzunehmen. Am Ende des Tages zählt, wie viele Gespräche du mit Menschen geführt hast, die dir etwas bedeuten und nicht welche Leserzahlen auf deinem Blog stehen.

Sicher, es kommen auch wieder Zeiten, in denen ich mehr Gas gebe (great things coming up!) aber für den Moment, ist es okay, so wie es ist. Der Fokus sollte auf einer Sache liegen, nicht auf 500 gleichzeitig. Und vor allem, hör auf, dich dafür zu entschuldigen, dass du nicht wie eine Maschine funktionierst. Dass es dir auch mal schlecht geht und du nicht weiter gekommen bist. Who cares – du bist die einzige Person, die wirklich Ansprüche an dich haben kann.