„Ach, mein Tag ist wieder so kurz gewesen, wann soll ich das bloß alles machen?“
„Ich habe einfach KEINE Zeit zum Sport zu gehen.“
„Die anderen haben einfach viel mehr Zeit. Ich habe ja ein Haus, einen Hund, eine Küche…“

Hast du diese Sprüche schon mal gehört oder bist du selbst jemand, der sich solche Ausreden schafft? Im Alltag vergessen wir in unserer Routine oft, dass jeder Mensch 24h am Tag zur Verfügung hat. Wie kann es da sein, dass die einen mehr schaffen als die anderen? Für mich hat sich vor einigen Tagen wieder einmal gezeigt, was Zeit wirklich für einen Wert hat.

Letztens habe ich eine Dokumentation über das digitale Leben gesehen. In der Sendung wurde ein Experiment mit 2 Jugendlichen durchgeführt, die all ihre smarten Geräte wie Handy, Laptop, Tablet und Spielekonsole für eine Woche abgeben mussten. Vorher wurde allerdings gemessen, wie viel Zeit sie tatsächlich am Tag am Handy sind. Die Jugendlichen verbrachten zwischen 1- 4 Stunden am Tag mit ihrem Smartphone (der Junge war mehr mit seiner Playstation beschäftigt). „Wow, 4 Stunden ist echt viel“, hab ich mir gedacht und natürlich überlegt, wie das eigentlich bei mir ist.

Ich nutze mein Handy über den Tag verteilt schon oft aber dann nur kurz. Hier mal eine Nachricht, kurz bei Instagram reinschauen, die Mails checken – ihr kennt das sicher. Um dem Ganzen dann mal auf den Grund zu gehen, habe ich mir die kostenlose App (App Store) „Moment“ heruntergeladen.  Nach kurzer Anmeldung ließ ich die App für eine Woche im Hintergrund laufen.

An dieser Stelle schreib dir selbst einmal deine Schätzung auf! Was denkst du, wie viel Zeit du am Handy verbringst? (Ich spreche an dieser Stelle nicht mit den Online Unternehmer und Social Media Gurus unter uns, die mit ihrem Smartphone Geld verdienen.). Ich rede von sinnlosem Scrollen und ziellosem Suchen in dem wir uns alle gerne mal verlieren. Zeit aufgeschrieben? Dann weiter …

Natürlich habe ich schon zwischendurch immer wieder meine Zeiten gecheckt. Ich war schockiert, dass ich im Schnitt 4 Stunden pro Tag am Handy verbringe. Das sind 240 Minuten. Das sind bei einem 17 Stunden Tag etwa 24 % meines Tages! Klar, ich „arbeite“ auch mit meinem Handy aber das macht etwa eine Stunde am Tag aus. Nach diesem Ergebnis habe ich mich vor allem eins gefragt: Was könnte ich in diesen 4 Stunden alles schaffen? Wie viele Squats schaffe ich in 4 Stunden (vermutlich genauso viele wie in einer Stunde haha), wie viele Seiten kann ich lesen, wie viele Blogeinträge schreiben?

Hast du dich schon einmal gefragt, was der reichste Ort der Welt ist? Vielleicht der Ort, an dem es viel Geld gibt, an dem die meisten Rohstoffe liegen oder die besten Ideen entstehen? Einige von euch kennen die Antwort. Es ist der Friedhof. Dort liegen viele unerfüllte Träume und Wünsche. Vor allem aber liegt dort Lebenszeit, die nicht genutzt wurde, für genau diese Träume!

Mach dir einmal bewusst, dass deine Zeit das wertvollste ist, dass du hast. Es ist entscheidend, ob du deine Zeit auf dieser Welt mit Netflix & Chill verbringst, mit dem zokken von MMOG ODER ob du deine Zeit in deine Bildung und in dein Glück investierst. Verstehe mich nicht falsch, für mich gehört es auch dazu, einfach mal zu chillen. Wenn du dir keine Pausen gönnst und einfach abschaltest, wird dir die Energie fehlen um mit 100 % weiter zu machen. Für mich bedeutet es aber meine Zeit nicht mit Dingen zu verschwenden, die mich weder weiterbringen noch einen Sinn haben.

Ich möchte es einmal mit Worten aus dem wundervollen Buch „Big Five for Life“ sagen: „Ist heute ein guter Museumstag?“. Stell dir vor, jeder Tag in deinem Leben wird auf einem Bild festgehalten. Wenn du dann einmal diese Welt verlassen hast, welche Bilder werden in deinem Museum hängen? Womit hast du die Tage verbracht? Ist auf jedem Bild dasselbe zu sehen?  Sind es Bilder, die dich mit Freude erfüllen würden oder würdest du dir denken „wieso habe ich nicht die Möglichkeiten genutzt, die dieses Leben mir geboten hat!“.

Für mich bedeuten 4 Stunden mehr am Tag eine Menge und definitiv, dass es keine Ausreden mehr gibt, nicht zum Sport zu gehen, nicht den Anruf zu tätigen, nicht die Zeit mit einem geliebten Menschen zu verbringen. Dazu gehört einiges an Selbstdisziplin und Zeitmanagement, keine Frage. Es gibt aber so viele Techniken und Möglichkeiten, die einige Zeit zu organisieren. Kleine Tricks, die deine To Do Liste zum Schmelzen bringen. Ich weiß auch, aus dem ein oder anderen Gespräch, dass es vielen nicht leicht fällt. Keine Sorgen, Shewolf schafft dazu bald Abhilfe. #spoiler  Aber behalte einfach mal im Kopf: Du weißt nie, welcher der Tag deiner Museumseröffnung wird.  Stell dir selbst einmal die Frage, womit du deine Zeit eigentlich verbringst und ob es Dinge sind, die dich wirklich glücklich machen.