Was haben alle erfolgreichen Finanzexperten gemeinsam? Sie bauen ihre Finanzen auf einem Kontensystem auf. Egal ob Bodo Schäfer oder Robert T Kiyosakii: Sie empfehlen dir deine Finanzen auf unterschiedlichen Konten zu sparen und zu verwalten. Heute möchte ich dir die unterschiedlichen Systeme vorstellen. Ich orientiere mich dabei am Kontensystem von Bodo Schäfer’s Weg zur finanziellen Freiheit, stelle heute aber zunächst das 3-Konten-Modell vor.

Warum sollte man sich so ein System überhaupt zulegen? Nun, was bezahlst du zuerst, wenn du am Ende/ Anfang eines neuen Monats Geld erhältst? Natürlich all deine Rechnungen. Dann wartest du was du für Ausgaben hast, was du kaufen möchtest und zack – Geld zu Ende, Monat noch nicht. Darum solltest du es dir zur Priorität machen dich selbst zuerst zu bezahlen. So kommst du gar nicht in Versuchung, das Geld was noch so „rumliegt“ für irgendwas unnützes auszugeben.

Konto 1: Das Hauptkonto

Alle Ein- und Ausgänge gehen von deinem Hauptkonto – einem Girokonto – aus. Dieses sollte auf jeden Fall kostenlos sein. Wenn du doch Gebühren dafür zahlen solltest, empfehle ich dir einen Wechsel. So kannst du bereits bares Geld sparen!

Auf dieses Konto gehen alle Eingänge (Gehalt, Zinsen, Aktienerträge) ein. Aber auch alle Ausgaben wie Miete, Mitgliedschaften und Rechnungen bezahlst du über dieses Konto. Trage diese Bewegungen in ein Haushaltsbuch ein, um zu wissen, wie viel von deinem Geld wirklich ausgegeben werden muss.

Konto 2 – Das Sparkonto

Zahle jeden Monat mindestens 10 % deines Einkommens auf dieses Konto ein und das unbedingt am Anfang des Monats, wenn dein Konto noch gefüllt ist. Siehe es als Lohn für dich selber – bezahle dich selbst zuerst! Um nicht jeden Monat an die Überweisung denken zu müssen, habe ich einen Dauerauftrag eingerichtet. Das würde ich auch dir unbedingt empfehlen! Dieses Geld sollte nur in absoluten Notfällen angetastet werden. Ansonsten ist es zum Investieren in Projekte oder Aktien vorgesehen. Es soll als finanzieller Puffer für schlechte Zeiten reichen.

Konto 3: Das Spaßkonto

An dieser Stelle denkst du dir vielleicht „die geht auch zum Lachen in den Keller. Wozu brauche ich ein Konto um Spaß zu haben?“. Dieses Konto dient dazu, dass du dir deinem Konsum einfach mal bewusst wirst. Sieh es als Konto, um dir auch mal etwas gönnen zu können, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Auch hier solltest du einen Festbetrag deines Nettoeinkommens per Dauerauftrag überweisen. Auch hier gilt: mind. 10 %. Es ist allerdings dir überlassen, wie viel Spaß du haben willst 😉

Nutze für das Spar- sowie das Spaßkonto ein Tagesgeldkonto. Dafür gibt es aktuell zwar eigentlich gar keine Zinsen aber die Hürde das Geld einfach auszugeben ist bei einem Tagsgeldkonto größer, da du nicht einfach mit deiner EC-Karte munter alles bezahlen kannst.