„Neulich vergaß Sabine beim Einkaufen Michael’s Lieblingswurst, und er ist richtiggehend ausgeflippt. Sabine war wie vor den Kopf geschlagen – für sie fehlte einfach nur die Wurst. Für Michael schien jedoch die Welt aus den Fugen geraten zu sein. Was war da passiert?“

Kommt dir diese Geschichte bekannt vor? Sicher hast auch du eine solche Situation bereits selbst einmal erlebt oder zumindest bei anderen mitbekommen. In manchen Situationen handeln wir und fragen uns danach, wieso wir eigentlich so emotional reagiert haben. Genau an dieser Stelle kommt das innere Kind zum Vorschein und beeinflusst unsere Reaktionen.

„Jeder Mensch sehnt sich danach, angenommen und geliebt zu werden. Im Idealfall entwickeln wir während unserer Kindheit das nötige Selbst- und Urvertrauen, das uns als Erwachsene durchs Leben trägt. Doch auch die erfahrenen Kränkungen prägen sich ein und bestimmen unbewusst unser gesamtes Beziehungsleben.“

So beschreibt Stefanie Stahl das Buch „Das Kind in dir muss Heimat finden“ selbst. Es geht um das Potential, das in uns selbst verborgen liegt und das wir entfalten können, wenn wir nur mit dem inneren Kind Frieden schließen. An dieser Stelle kann es sein, dass du dir denkst: „Ach, das trifft auf mich gar nicht zu, ich hatte eine super harmonische Kindheit.“ – das will ich auch gar nicht in Frage stellen, aber keine Erziehung ist 100 % perfekt verlaufen.

Worum geht es bei dem Prinzip des inneren Kindes überhaupt? Stefanie beschreibt das Kind als „Summe unserer kindlichen Prägungen – guter wie schlechter, die wir durch unsere Eltern und andere wichtige Bezugspersonen erfahren haben. An die allermeisten dieser Erfahrungen erinnern wir uns nicht auf der bewussten Ebene. Sie sind jedoch im Unbewussten festgeschrieben. Man kann deshalb sagen: Das innere Kind ist ein wesentlicher Teil unseres Unbewussten. Es sind die Ängste, Sorgen und Nöte, die wir von Kindesbeinen an erlebt haben. Und zugleich sind es auch alle positiven Prägungen aus unserer Kindheit.“

Stefanie unterscheidet in das Schattenkind und das Sonnenkind. Wie du dir vermutlich denken kannst, sind mit dem Schattenkind alle negativen Erlebnisse und Prägungen deiner Kindheit verbunden, wie Wut, Ablehnung und Zweifel. Das Sonnenkind hingegen stellt eine ganz andere Seite dar: Freude, Liebe, Selbstwert und Vertrauen. Um nun mit dem inneren Kind Frieden zu schließen ist es zunächst notwendig, sich mit dem Schattenkind auseinander zu setzen und das Sonnenkind bewusst wahrzunehmen und zu stärken.

Stefanie führt uns mit dem Buch an die Thematik heran. Sie erläutert nach einer ersten Übung in Bezug auf das Schattenkind auch, welche Schutzstrategien das Schattenkind möglicherweise eingenommen hat, um sich selbst zu schützen wie beispielsweise Kontrollstreben, Realitätsverdrängung oder Opferdenken. Während das Buch weiter aufzeigt, wie wir mit solchen Schutzstrategien umgehen können führt sie uns immer mehr hin zum Sonnenkind und zu weiteren Übungen um dein Schattenkind zu trösten und das Sonnenkind zum Strahlen zu bringen.

Wenn du das Gefühl hast, du hast ungelöste Konflikte aus deiner Kindheit, die du mit dir rumträgst, ist das Buch genau das Richtige für dich. Aber auch so kannst du sehr viel daraus lernen und es hilft dir dabei auch andere besser zu verstehen und einige Reaktionen besser einordnen zu können – meine Worte können die Kraft des Buches gar nicht richtig einfangen. Pflichtlektüre.

Das Buch kannst du hier kaufen – und solltest du unbedingt tun 😉