„Ich bin dreimal verheiratet gewesen. Und jedes Mal war es traumhaft, bevor wir heirateten. Aber kurz nach der Hochzeit war dann alles immer sehr schnell aus. Die ganze Liebe, die ich für sie zu haben schien und die sie für mich wohl hatte, löste sich in Luft auf. Ich bin sonst nicht auf den Kopf gefallen; ich bin erfolgreich in meinem Beruf, aber das verstehe ich einfach nicht.“

Die Liebe zu erhalten ist oft keine einfache Aufgabe. Wir alle wissen, dass nach der Honeymoon-Phase die ersten Probleme auftauchen. Während am Anfang einer Beziehung noch alles einfach ist, wird es nach einiger Zeit „Arbeit“ das Glück aufrecht zu halten. Julian Zietlow sagte einmal so schön „Lieben ist ein Verb. Man muss es tun.“ und damit hat er mehr als Recht. Aber was passiert, wenn die Art und Weise wie man seine Liebe ausdrückt, den anderen nicht erreicht? Was das bedeuteten soll? Nun, du kennst sicher Menschen die ihre Liebe eher körperlich ausdrücken, dich ständig umarmen müssen und dir sagen wie lieb sie dich haben, oder? Andere Menschen hingegen müssen das nicht ständig sagen, sie zeigen es durch kleine Geschenke oder Gesten. Genau darum geht es in dem Buch: um die 5 unterschiedlichen Sprachen der Liebe.

Entscheidend für eine erfolgreiche Beziehung ist, dass ihr die gleiche Sprache der Liebe bzw. die Sprache eures Partners sprecht. Das heißt nicht, dass eine Beziehung nicht funktionieren kann, wenn ihr unterschiedliche Sprachen sprecht. Du kannst dich ja auch mit jemandem verständigen, der italienisch spricht obwohl du die Sprache gerade erst lernst. Es geht lediglich darum, sich auf den anderen einzustellen und in seiner Sprache zu sprechen. Aber lass mich dir die 5 Sprachen vorstellen:

Sprache Nummer 1: Lob & Anerkennung

Eine Möglichkeit, deine Liebe zu deinem Partner auszudrücken, ist durch Lob & Anerkennung. „Du siehst richtig toll aus in deinem Anzug“ oder „Wow, keiner macht die Pizza sooo lecker wie du.“. Für dich sind es nur kleine Sätze, die deinem Partner aber zeigen, dass du hinter seiner Leistung stehst und sie bewunderst. Du erkennst die Arbeit, die hinter etwas steht an. Versuche doch einfach einmal am Tag etwas Positives zu deinem Partner zu sagen, wenn Lob & Anerkennung seine Sprache der Liebe sind. Glaub mir, es wird Wunder bewirken.

„Ermutigen kann nur, wer mitfühlt und die Welt mit den Augen des Partners sieht.“

Sprache Nummer 2: Zweisamkeit – Zeit nur für dich.

Wenn wir das Ganze mal übersetzen: Quality time. Ich glaube, jeder ist schon einmal über diesen Begriff gestolpert, aber was steht dahinter? Zeit, die man mit einer geliebten Person verbringt und sich gemeinsam etwas Gutes tut. Im Fokus steht also gemeinsam Zeit mit etwas Schönem zu verbringen und dem Gegenüber ungeteilte Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Gerade in Zeiten, in denen das Smartphone ständig präsent ist, schätzt glaube ich jeder solche quality time, sei es nun mit der Familie, mit Freunden oder eben dem Partner. Stell dir einmal folgende Szene vor: Du sitzt in einem Restaurant und beobachtest andere Paare. Da siehst du ein Paar, das sich über den Tisch bei der Hand hält, sich lang anschaut und gegenseitig mit Essen füttert. Und gleich daneben: Ein Paar, bei dem jeder auf sein Handy schaut, während der Partner gegenüber sitzt. Welches der Paare ist wohl lange zusammen und welches frisch verliebt?

„Ein Nebenprodukt gemeinsamer Unternehmungen ist das Guthaben an schönen Erinnerungen, auf das man später immer zurückgreifen kann.“

Versuche doch einfach mal, mit deinem Partner eine Liste zu erstellen, was ihr gerne erleben möchtet. Plant jeden Monat einen besonderen Tag für diese Aktivitäten ein, die ihr nur zu zweit erlebt. Glaub mir, diese gemeinsamen Erlebnisse werden euch nur noch mehr zusammenschweißen.

Sprache Nummer 3: Geschenke, die von Herzen kommen

Wie machst du Geschenke? Gehst du am selben Tag noch los und kaufst das Erstbeste, dass dir in die Hände fällt oder beschäftigst du dich vorher gedanklich mit dem zu Beschenkenden? Überlegst du, was ihm eine Freude machen könnte? Wenn ja, dann hast du bereits die Antwort, wieso auch Geschenke ein Zeichen von Liebe sein können. Es geht nicht um den Wert, sondern um die Gedanken die dahinter stehen. Deswegen kann das gemalte Bild deiner Nichte auch tausendmal bedeutender für dich sein, als der Porsche, den dir jemand geschenkt hat.

„Geschenke sind sichtbare Zeichen der Liebe“

Versuche einfach mal deinem Partner eine Woche lang, jeden Tag ein kleines Geschenk zu machen. Wenn seine Sprache der Liebe, die Sprache der Geschenke ist, wirst du viel Dankbarkeit begegnen.

Sprache Nummer 4: Hilfsbereitschaft

Hilfsbereitschaft – die Bereitschaft zu helfen. Um etwas anderes geht es dabei nicht. Die kleinen Gesten des Alltags. Wenn dein Partner diese Sprache der Liebe spricht, dann ist es ihm wichtig, dass du ihn unterstützt und ihm Aufgaben abnimmst. Bittet er dich darum, eine Rechnung für ihn zu schreiben oder möchte er, dass du sein Auto sauber machst, wenn du Zeit dafür hast? Für ihn bedeutet es nicht nur weniger Arbeit, sondern vor allem das du seine Zeit wertschätzt und ihm damit deine Unterstützung zeigen willst. Versuche einmal mit deinem Partner darüber zu sprechen, welche Arbeiten ihm wirklich wichtig sind. Wenn du über mehr Geld als Zeit verfügst, stell vielleicht jemanden ein (wie oft streiten sich Paare wer staubsaugen muss oder die Wäsche macht?). Wenn du Zeit dafür hast, investiere einmal 10 Minuten am Tag um Kleinigkeiten zu erledigen und deinen Partner zu entlasten.

Jeder von uns muss täglich neu entscheiden, ob er seinen Partner lieben will oder nicht.

Sprache Nummer 5: Zärtlichkeit

Das Zärtlichkeit ein Ausdruck von Liebe ist, ist kein Geheimnis. Dabei geht es nicht nur um Sex, der sicherlich zu jeder funktionierenden Beziehung dazu gehört. Händchen halten, sich umarmen oder kuscheln sind genauso essentiell für diese Sprache der Liebe. Es sind die kleinen Gesten der Zärtlichkeit, die hier besonders viel ausmachen. Durch Zärtlichkeit entsteht auch immer eine gewisse Nähe zwischen zwei Menschen. Jemandem, der dir komplett fremd ist, wirst du sicherlich nicht eine Haar-Strähne aus dem Gesicht streichen. Jemandem, den du liebst allerdings schon (wobei Frisuren anfassen ja so ein Thema für sich ist ;)).

Berührungen können eine Beziehung knüpfen oder zerstören. Sie können Hass oder Liebe vermitteln.

Dabei kann man Berührungen unterscheiden: passieren sie zufällig, wie im Vorübergehen oder doch ganz bewusst, während du deinen Partner massierst. „Die kleinen Zärtlichkeiten des Alltags erfordern nicht allzu viel Zeit.“ Nimm dir doch abends die Zeit, deinem Partner einen Gute Nacht Kuss zu geben und nicht einfach Gedankenlos ins Bett zu gehen.

 

Nun fragst du dich vielleicht, wie du die Sprache deines Partners, deiner Mutter oder deine eigene Sprache herausfinden kannst. Beim Lesen der Sprachen ist dir sicherlich aufgefallen, wozu dich selbst eher zählen würdest. Für die eigene Person ist es vielleicht noch einfach, aber gerade bei anderen Personen ist es schwierig. Ich möchte dazu anmerken, dass ein Mensch natürlich nicht nur eine Sprache spricht. So wird sicher keine Beziehung funktionieren, wenn man nur Geschenke macht und nie Zeit miteinander verbringt. Am Ende des Buchs gibt es einen ausführlichen Fragebogen, den ihr am Besten gemeinsam durchführen könnt. Ich möchte dir hier einige Leitfragen mitgeben:

  • Wodurch wird dir bewusst, dass dein Partner dich liebt (liebe Worte, Hilfe im Haushalt, gemeinsame Unternehmungen)?
  • Womit liegst du deinem Partner in den Ohren / worum bittest du ihn oft (Bring den Müll runter, räum die Socken weg, du hast nie Zeit für mich)?
  • Auf welche Weise zeigst du deine Liebe? (Die Art wie du „sprichst“, gibt vor allem dir das Gefühl geliebt zu werden).

Wenn du mehr darüber lesen möchtest schau auf der Website der 5 Sprachen der Liebe vorbei. Das Buch findest du auf Amazon hier.